Heute, an ihrem ersten offiziellen Ruhestandstag, blicken wir mit Dankbarkeit auf die Verabschiedung von Marion Steinhorst-Coordes am 1. Februar 2026 zurück. Nach 37 Jahren engagierten und hingebungsvollen Dienstes wurde sie in einem Gottesdienst geehrt, der Menschen aus der gesamten Gemeinde und darüber hinaus zusammenführte. Die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt, viele verfolgten die Feier im Gemeindehaus oder von zu Hause aus über einen Livestream.
Schon der Einzug des Kirchenvorstandes und der Kirchenkreiskonferenz verlieh dem Gottesdienst eine besondere Würde. Unter den klangvollen Vorspielen des Posaunenchors spürte man die besondere Atmosphäre von Beginn an. In ihrer Predigt legte Marion den Text aus dem Lukasevangelium, Kapitel 13, Verse 10 bis 14 – die Heilung der gekrümmten Frau – aus und verband die Botschaft anschaulich mit dem Alltag, so wie sie es stets getan hatte. Im Mittelpunkt stand die Zusage, dass Jesus neue Haltung schenkt, körperlich wie geistlich, und dass die Kirche den Mut haben muss, neue Wege zu beschreiten und eigene Überzeugungen zu hinterfragen.
Musikalisch wurde der Gottesdienst durch Lieder des Kirchenchores und weitere Beiträge des Posaunenchors bereichert. Unter anderem erklang „Thank you for the mission (music)“ von ABBA.
Superintendent Thomas Kersten würdigte Marions Lebenswerk in einer persönlichen Rede. Er erinnerte an ihre prägenden Glaubenserfahrungen und ihren unermüdlichen Einsatz für die Menschen vor Ort, insbesondere daran, wie sie über Jahrzehnte Familien bei Taufen, Trauungen und Beerdigungen begleitet hat. Humorvolle und persönliche Anekdoten machten deutlich, mit wie viel Nähe, Wärme und Hingabe Marion ihren Dienst ausgeübt hat. Zum Abschied dankte Kersten ihr herzlich und wünschte ihr für den neuen Lebensabschnitt Gottes reichen Segen.
Mit warmen und persönlichen Worten wandte sich Marion an ihre Gemeinde. Sie dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dem Kindergarten-Team, den Chören, dem Kirchenvorstand, allen Ehrenamtlichen, dem Kirchenamt, der Allianz und den politischen Vertretern der Gemeinde. Besonderer Dank ging an ihre Amtskollegen, an Matthias Caspers und an ihren Mann Klaus-Dieter für Unterstützung und Begleitung über die Jahre. Sie bat zugleich um Vergebung für Fehler und Versäumnisse und würdigte die Gemeinschaft, die sie in all den Jahren erfahren durfte. Marion hob hervor, wie sehr sie die Zusammenarbeit, das gemeinsame Engagement und die offene, herzliche Atmosphäre geschätzt hat. Zugleich bat sie um Vergebung für Fehler und Versäumnisse. Marion ermutigte die Gemeinde, der Kirche treu zu bleiben, Verantwortung zu übernehmen und Gottesdienste mit Leben, Gesang und Gebet zu füllen.
Anschließend sprach Mareike Fritz im Namen des Kirchenvorstandes bewegende Worte voller Anerkennung. „Eine Ära endet“, begann sie und brachte damit den Gedanken vieler Besucher auf den Punkt. Sie hob hervor, wie schwer der Abschied fällt und wie tief die Dankbarkeit für alles ist, was Marion angestoßen, begleitet und in der Gemeinde zum Wachsen gebracht hat. Mit ihrem Mut, neue Wege zu gehen und ihrer Nähe zu denMenschen hat sie Generationen geprägt und viele ermutigt, Verantwortung zu übernehmen. Ihr Wirken hinterlässt weitreichende Spuren in der Gemeinde. Als besondere Erinnerung überreichte sie Marion ein Buch, für das viele Gemeindemitglieder persönliche Texte und Fotos beigetragen hatten. Das liebevoll gestaltete Werk bündelt Eindrücke, Erinnerungen und Dankesworte und ist ein bleibendes Zeugnis ihres Wirkens und der Wertschätzung der Menschen vor Ort.
Die anschließende Feier in der Grundschulaula setzte den würdigen Rahmen fort. Über 50 Helferinnen und Helfer hatten Kuchen gebacken, während zahlreiche weitere tatkräftig im Vorfeld, beim Aufbau und im Nachgang unterstützt haben und so für eine herzliche Atmosphäre sorgten. Allen Beteiligten gilt ein herzliches Dankeschön für ihre Mithilfe. Zahlreiche Beiträge, persönliche Worte und musikalische Darbietungen bereicherten den Nachmittag und machten ihn zu einem besonderen Erlebnis für alle Anwesenden.
Gegen 19 Uhr endete der Tag, erfüllt von Begegnungen, Dankbarkeit und Segenswünschen für Marions neuen Lebensabschnitt.