Lengener Boommaat

Die Kirche war für die mittelalterliche Landesgemeinde auch Ort der Rechtsprechung. Davon kündet noch heute das Lengener Boommaat, ein fast quadratischer Granitquaderstein, der vor dem Neubau des Turmes in die Westmauer der Kirche fest eingefügt war. Jetzt ist er an der Westmauer des Turmes zu sehen. Die Diagonale des Steins beträgt 215 cm. Diese Länge war die Maßeinheit für die Anzahl Matt, die jeder Platzbesitzer entsprechend der Größe seines Besitzes in den Meeden an der Hollener und Holtlander Ehe mähen durfte. Diese Meeden waren Gemeindeeigentum und wurden jährlich neu ausgebakt, um zu verhindern, dass die Anteilseigner stets an der gleichen Stelle mähten. Bei Streitigkeiten um die Größe des zugewiesenen Stückes Meedland galt das Boommaat an der Kirche.