Baugeschichte

An den Mauern des Kirchenschiffes sind zwei Bauphasen deutlich ablesbar: die südliche und auch die nördliche Langwand zeigen eine kräftige Baunaht.

An dieser Stelle endete die erste steinerne Kirche aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Alle noch vorhandenen Spuren deuten daraufhin, dass dieser Bau so aussah wie die heute noch vorhandenen Granitquaderkirchen des östlichen Teils der ostfriesischen Halbinsel: rechteckiger Saal mit halbrunder Apsis. Den Ansatz des eingezogenen Apsisbogens kann man im Innern noch gut erkennen. Das Schiff besaß wahrscheinlich an seinen Langseiten je ein Portal und im oberen Drittel vier kleine rundbogige Fenster. Der Saal hatte eine Flachdecke, die Apsis eine Kuppel. Die Westseite war glattgeschlossen.

 

Etwa 100 Jahre später, im letzten Drittel des 13. Jahrhunderts, erfolgte ein grundlegender Umbau der Kirche: Aus dem romanischen Apsissaal wurde ein Rechteckeinraum im romano-gotischen Stil. Im Zuge dieser erstaunlichen Baumaßnahme brach man das Gebäude im Westen ab und verlängerte es im Osten mit dem Abbruchmaterial (Granitquader) und nunmehr ergänzend mit Backsteinen. Das westliche Joch des zweiten Bauabschnittes war das Ostende der ersten Kirche. Der Ostgiebel erhielt eine Dreifenstergruppe, die Seitenschiffwände je 4 Fenster. Alle Fenster wurden spitzbogig ausgeführt.